Windows 7: Eigene Bibliotheken erstellen und mit eigenen Icons modden

Windows 7 hat ja bekanntlich fest eingebaute Bibliotheken in der Ordnerstruktur. Wer damit zu arbeiten weiß, wird es schätzen, Daten, die entweder über den ganzen Rechner oder sogar über mehrere Festplatten verstreut sind, per Mausklick in einer Ordnerstruktur zusammengefasst aufzufinden. Viele wollen aber diese Bibliotheken anpassen: Neue hinzufügen oder die Icons ändern. Hier ein kleines Tutorial von mir, wie das schnell zu realisieren ist.
Vorwort: Da ich, was Themen rund um Computer, Applications, Software etc. angeht, ein regelmäßiger Leser von Caschys Blog bin, stieß ich heute auf einen Artikel bei ihm, wo er das kostenlose Tool Liberian 2.0 vorstellt. Angeregt durch den Artikel und weil ich selbst ständig am “modden” bin, gibt es hier meinen Lösungsweg. Beides ist okay!
Zunächst einmal: Es gibt Leute, die halten gar nichts von den windows 7 Bibliotheken. Andere können nicht mehr ohne sie arbeiten. Ich sehe das ganz praktisch: Ich arbeite mit drei Festplatten. Überall sind Bilder, Musik, Dokumente, Programme etc. Mit Bibliotheken kann ich diese verstreuten Dateien nach Kontext in einer Bibliothek (ist ja quasi ein virtuelle Ordner) bündeln und ohne 3 bis 12 Ordner durchzuklicken, darauf zugreifen. Das verkürzt die Nutzeraktion und alles wirkt auch aufgeräumter. Bei mir läuft die gesamt Computersteuerung entweder über das Rocketdock oder eben die Bibliotheken. Muss jeder selbst wissen.
Und los gehts:
Als erstes nun öffnen wir den Explorer, wobei bei Windows 7 naturgemäß das Fenster mit den Bibliotheken aufgeht. Nun reicht ein Klick mit der rechten Maustaste in das leere Feld des Fenster und es erscheint Kontextmenü. Hier haben wir die Option “neu”, unter der eine neue Bibliothek angelegt werden kann. Also als erstes – neue Bibliothek anlegen.
Nun kann man die neue Bibliothek gleich umbenennen, oder erst später. Egal. Bei mir wird es eine Bibliothek für meine E-Books. Ich habe sie zum Schluß umbenannt. Nun sieht man, dass das Icon so gar nicht zu meinen schlicht schwarzen Icons passt. Leider hat hier microsoft die Möglichkeit ausgelassen, das Icon per Rechtsclick zu verändern. Ganz harte Jungs ändern das Icon mit dem Editor. Ich/wir benutzen dazu ein kleines Tool: Replace Librarie Icons (klick to download). Das Tool ist Freeware, es ist portable, es muss also nichts installiert werden und es stammt aus der deviantArt Szene.
Tool starten und nun beachten, dass, wenn Ihr ein eigenes Bild nutzen wollt, dieses im .ico Format vorliegen muss(gibt es tausende Iconpacks im Internet..). Andernfalls könnt Ihr auch ein Icon aus einer der windowseigenen .dll´s nutzen. Habt Ihr ein eigenes Icon irgendwo rumzuliegen, wählt Ihr im Tool “select new Icon from file”.
Vorher müsst Ihr natürlich das Icon per Mausklick markieren, das geändert werden soll. In meinem Fall die neue Bibliothek. Da ich ausschließlich schwarze Icons verwende, habe ich für die neue Bibliothek, die meine E-Books beinhaltet ein stylisches schwarzes Acrobat Icon gefunden und dieses auch ausgewählt. Taadaaa!
Okay, der Vollständigkeit halber auch noch die letzten Schritte. Per rechten Mausklick auf die neue Bibliothek auf Eigenschaften könnt Ihr nun einen oder 871 Ordner auswählen, deren Inhalt der neuen Bibliothek zugeordnet wird. Die Daten, auch wenn sie z.B. von verschiedenen Festplatten kommen, bleiben alle an ihrem ursprünglichen Ort. Nur der Zugriff erfolgt zentral über die Bibliothek. Bei mehreren Ordnern in einer Bibliothek ist auch der Speicherort für Elemente oder Dateien dieser Bibliothek festleg- und veränderbar.
Zum Schluß mal ein Beispiel, auf wieviele Ordner ich bei meinen “Eigenen Dokumenten” mit Klick auf eine Bibliothek Zugriff habe. Ich habe die Details mal eingeklappt – Privatsphäre und so..aber es sind mehrere hundert Dokumente verstreut über zig Ordner auf mehreren Festplatten:
Als Fazit bleibt: Mit gut struktuierten Bibliotheken kann man viel Zeit sparen, schnell alles finden und sogar mit einem Windows System effizient arbeiten. Wenn die Icons noch passend zum eigenen Theme sind, macht es gleich nochmal soviel Spass. Und: Dem Inhalt von Bibliotheken sind keine Grenzen gesetzt. Mann kann beispielsweise auch seine gesamten Portable Apps, die irgendwo auf dem Rechner verstreut sind, als Bibliothek zusammenfassen.
Also ich hoffe, der Eine oder Andere kann damit was anfangen. Sollte es Fragen geben – nur zu!








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